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Vereinsspechteln der IGA PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Carsten Lenzen   
Montag, 22. März 2010 um 14:48

Hier veröffentliche ich mal meinen Beobachtungsbericht von einem Vereinsspechteln im Jahre 2009.

Es ist Freitag, eigentlich wäre heute ein reguläres internes Treffen der IGA, doch die Wettervorhersage ließ erhoffen das es schönes Wetter gäbe.

Zwar ist unser Astrobauwagen noch nicht ganz fertig, aber gutes Wetter bietet sich ja hier nicht so oft, und das auch noch kurz vor Neumond.

Also entschlossen wir kurzerhand uns gegen 20 Uhr in Aldekerk zum Spechteln zu treffen. Nachdem alle Beobachter und Instrumente ausgepackt und aufgebaut waren, entschieden wir uns noch das 13" Vereinsteleskop (Dobson) rauszuholen, dem leider derzeit der Sucher fehlt weswegen er an diesem Abend nur minimal zum Einsatz kam. Mit von der Partie waren: Katja, Reiner, Stefan & Martina, Wolfgang & Hedwig, und ich (Carsten). An Instrumenten hatten wir, Stefan & Martinas Celestron C8 (8"), Katjas  Feldstecher (vermutlich 10x50), mein Galaxy D8 (8"), und das Vereinsdobson (13"). Los ging es letzen Endes mit Jupiter, der noch in der Dämmerung  gut erkennbar war. Nachdem die Sucher anhand von Jupiter justiert waren, konnten wir schon die Abbildungsqualitäten der Geräte vergleichen. Ich persönlich konnte endlich mal meine neu erworbenen Farbfilter testen. Gegen 21:00 Uhr war es dann dunkel genug um mit den Teleskopen und Feldstechern in Richtung Leier bzw. Ringnebel (M57) zu schwenken, und diesen ausgiebig zu beobachten. Anschließend haben wir uns an M13, einem Kugelsternhaufen im Herkules versucht. In Sachen Feldstecher wurde der Kleiderbügelsternhaufen (Cr399) (offener Sternhaufen) gesucht und auch gefunden. Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich diesen offenen Sternhaufen immer noch wirklich genial finde. Es scheint wie ein Wunder, dass Sterne solch ein Muster bilden. Am Teleskop beschäftigten wir uns mittlerweile mit der Frage "wo ist denn eigentlich H und Chi Persei.(NGC869 und NGC884)" Sowohl Stefan als auch mir war die theoretische Position des Sternhaufens klar; allerdings haben wir ihn irgendwie einfach nicht finden können. Nach einigen Minuten suchen fanden wir ihn dann doch und konnten ihn ausgiebig beobachten. Gegen 23:30 Uhr haben wir uns dann mit der Andromeda Galaxie (M31) beschäftigt uns zwar mit allem was wir hatten. So kam auch das Vereinsteleskop an die Reihe, was auf das Geschick von Stefan zurückzuführen ist, Objekte sogar ohne Sucher zu finden. Ich persönlich muss sagen, dass ich Andromeda durch mein Teleskop noch nie so schön gesehen habe. Ein wirklich dunkler Beobachtungsplatz zahlt sich halt aus. Zwischenzeitig haben wir dann versucht, diverse andere Objekte zu finden was aber nur von wenig Erfolg gekrönt war. Gegen 24:00 Uhr bauten wir ab. Das Wetter war OK. Leider hatten wir ein wenig Bodennebel, weswegen, trotz fast keinen Lichtquellen in der Nähe, ein wenig Streulicht am Himmel auftauchte.

Da ich leider keine Kamera mit hatte und auch sonst keiner Fotos gemacht hat, kann ich an dieser Stelle leider kein Bild anhängen. Um trotzdem ein Bild bieten zu können habe ich meine Zeichnung der Andromeda Galaxie angehangen, die ich kurz nach der Beobachtung aus der Erinnerung gezeichnet habe. 

Warnung: Ich bin kein guter Zeichner ;)

Alles in allem war dieser Abend wirklich ein Erfolg, auch wenn wir mit Sucher und ein bisschen besserem Wetter sicherlich noch einiges mehr hätten sehen können, hat der Abend doch Spaß gemacht.

 

Aktualisiert ( Mittwoch, 24. März 2010 um 20:39 )